Spaziergänge im Theresienthal

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Hallo meine Lieben!

Lang hab ich nicht geschrieben, nichts geändert an der Site. An beiden Augen bin ich operiert worden in der letzten Woche, Katarakt, Grauer Star sagt man auch, und dabei hat man auch gleich meine Kurzsichtigkeit korrigiert. Jetzt seh´ ich in die Ferne ohne Brille, doch brauch ich für die Nähe eine solche. Das ist ungewohnt. Und Hornhäute sind noch nicht ganz verheilt, und meine Sicht, mein Hirn, die haben sich noch nicht umgestellt: Alles ist ein wenig verzerrt, wie durch eine Goldfischkugel vielleicht.

Natürlich hat mich das ganze aufgeregt. Mit der Eisenbahn, der U-Bahn ins Krankenhaus, halbblind von dort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause. Keine Zerstreuung durch Lesen, kein visuelles Weltfernsehen, Blitzlichter. Viele Geschichten hab ich gesehen, Teile dieser Geschichten. Leider merke ich mir das ja nicht, bis das Wetter schlechter wird, bis ich wieder zu schreiben beginnen werde.

Die Welt ist voller Wunder. Das Leben ist ein Geschenk und Abenteuer.

Und jetzt sieht alles doch ganz anders aus. In meiner Kurzsichtigkeits-Zeit musste ich immer Brillen tragen. So um die 6 Dioptrien, die machen alles ganz schön klein. Ein Vorteil - vielleicht - ist allenfalls der breitere Blickwinkel.

Jetzt werde ich alles anders sehen. Ich bin gespannt, ob ich es anders sehen werde.

Immerhin - Glück gehabt - kann ich heute schon einmal üben: Supermond und Perseiden.

Vielleicht wird alles ganz anders?

Wer weiß das schon?

Wer will das schon wissen?

Zu meinem beiunahe fertigen Buch

Ich lass mir den Entwurf jetzt vom Computer vorlesen, um ihn zu korrigieren. Erstaunlich, auf was man da noch draufkommt. Ich werde das Ding selber verlegen, als Buch zum angreifen. Ich finde ja E-Books ganz praktisch für Reisen und Krandkenhausaufenthalte. Aber sonst: Sehr unsinnlich.

Für diejenigen unter Euch, die das ersta Mal hier sind: Worum es in meinem Buchentwurf geht?

Die Physik hat die Philosophie ausgehebelt, indem sie die Fragen nach dem Sein über eine Newtonsche Raum-Zeit-Bühne hinausgehoben hat, einen Körper-Seele-Dualismus, wie ihn zuletzt Descartes zu beweisen versucht hat, relativiert: Wir haben unsere Kultur, weil unsere Natur dies erlaubt.

Gerade deswegen aber sind unsere Hoffnungen nicht entzaubert: Hinter jeder Tür, die wir aufstoßen, erblühen neue, phantastische Welten. Und Fragen, und Unsicherheiten: Wer bin ich? Was bin ich?

Gleichzeitig sind wir auch wie zu Urzeiten, gefühlsgetrieben, unüberlegt, wild und selbstzerstörerisch. Und wir sind viele geworden.

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In dieser Zeit treffen sich in einer kleinen Ortschaft im Theresienthal, das ist der unentdeckte, unscheinbare Mittelpunkt von Mitteleuropa, einige Menschen, zum Teil zutiefst in Sinnfragen verstrickt, ängstlich, andere wieder voller Hoffnung und Zukunftsfreude. Auch Zyniker sind dabei und Menschen, die aus dem Leben herausgefallen sind.

Sie interagieren, sie sprechen miteinander, sie erzählen sich Geschichten. Die Inhalte (auszugsweise):

Ist der Tod ein Mörder?

Was ist ein pornographischer Schachterlteufel?

Wie viele Ungeheuer gibt es in der Welt? Und gibt es auch "Geheuer"?

Was ist ein "Ungustav", und was ein "Wörterwärter"?

Ist Verantwortung teilbar?

Wie viel Mut braucht ein König?

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Die Prämissen meines Schreibens waren Knappheit und Wahrhaftigkeit. Mein Deutsch ist dabei eher altbacken, ein wenig lyrisch (hoffe ich).

Ich denke, aufgrund der eher kurzen Teilgeschichten eignet sich das Buch ganz gut auch zum Schlafengehen und für den einsamsten Ort des Hauses. Aber das Alles denk nur ich mir. Und darum suchte ich jemanden mit Gefühl für das Metier, als Testleser, als Berater. Das ist Immer und natürlich auch über alle sexuellen Selbstverständnisse, Farben und Ethnien hinweg gemeint.


Guter Tipp: Schaut´s Euch die beiden Bands näher an

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